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Kino 30.09.2026

Der Unabomber-Film bei Netflix erzählt nur die halbe Geschichte: Diese hochspannende Serie solltet ihr danach unbedingt schauen

Der Unabomber-Film bei Netflix erzählt nur die halbe Geschichte: Diese hochspannende Serie solltet ihr danach unbedingt schauen
Auf Netflix ist gerade der True-Crime-Thriller Unabomber erschienen. Für tiefere Einblicke solltet ihr aber auch die Serie zum Fall gesehen haben. Wie ihr das ganz ohne zusätzliches Abo tun könnt, erfahrt ihr hier auf Moviepilot.

Netflix ist inzwischen eine starke Anlaufstelle für True-Crime-Verfilmungen geworden. Nach Megahits wie Don’t F**k With Cats oder Tiger King hat der Streaming-Dienst mit etlichen Filmen und Serien nachgelegt. Mal werden die Kriminalgeschichten als Dokumentationen erzählt, mal als Spielfilme, die sich nur lose an den Begebenheiten orientieren. Letzteres ist gerade mit Unabomber geschehen, der trotz schlechter Kritiken die Netflix-Charts eroberte.

Unabomber bei Netflix: Die Psyche des Killers

Unabomber folgt nicht direkt den Taten von Ted Kaczynski (Jacob Tremblay), sondern geht tiefer in seine Vergangenheit. Genau genommen wird detailliert auf seine Jugend geschaut. Damals war er ein Versuchsteilnehmer eines inzwischen stark kritisierten CIA-Experiments. Die Teilnehmenden wurden dabei starkem Stress und Erniedrigungen ausgesetzt. Das Ziel dahinter: Herausfinden, wie man Menschen brechen kann.

Der Film ist packend inszeniert und mit Jacob Tremblay sowie Russell Crowe als sein Professor stark besetzt. Wenn ihr aber wie ich nur wenig über den Unabomber wisst, erfahrt ihr darin kaum etwas zu den Details. Anders sieht es da bei einer Serie von 2020 aus. Sie lässt nicht nur Menschen aus Kaczynskis Umfeld zu Wort kommen, sondern spielt auch die eigenen Worte des Täters ab.

Besagte Dokuserie hört auf den Namen Die verrückte Wahrheit über den Unabomber. In den überschaubaren vier Episoden wird die Zeitlinie der Paketbombenanschläge nachgezeichnet. Seine jungen Jahre bleiben dabei größtenteils außen vor, dafür lässt sich aber das jahrelange Vorgehen des Unabombers viel besser nachvollziehen. Der Netflix-Film setzt nämlich erst kurz vor seiner Festnahme an und springt dann in die Vergangenheit.

Die verrückte Wahrheit über den Unabomber: Schockierende Interviews und Notizen

Die Dokuserie wirbt schon beim Titel damit, dass der Unabomber selbst zu Wort kommt. Seine Ideen zu hören ist dabei sehr spannend; viel schockierender fand ich jedoch die Interviews sowie die Einblicke in sein Tagebuch. Wir hören beispielsweise von seinem Bruder, der bis heute kaum begreifen kann, wie er zu den Taten imstande sein konnte. Aber auch von Nachbarn und Ermittlern des FBI.

Am meisten Eindruck hat bei mir Kaczynskis Tagebuch hinterlassen. In verschlüsselter Form hat er akribisch seine Taten und Motive festgehalten. Im Interview spricht er fast nur von seinem Hass auf Technik, seine privaten Notizen decken aber ein viel schockierenderes Problem mit seinen Mitmenschen auf. Von Empathie ist da keine Spur.

Wenn euch der Unabomber-Film neugierig gemacht hat, ihr aber deutlich mehr über den Fall erfahren wollt, kann ich euch die Serie wärmstens empfehlen. Sie funktioniert hervorragend als Ergänzung, wobei der Spielfilm dennoch einen Blick wert ist. Denn die Experimente werden in der Doku nicht erwähnt.

Sowohl den Unabomber-Film als auch die Dokuserie Die verrückte Wahrheit über den Unabomber gibt es im Abo von Netflix zum Streamen.

Zum Originalartikel →

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